Bautechnik allgemein

Die Weiterbildung von Facharbeitern oder Gesellen zur "Staatlich geprüften Technikerin" bzw. zum "Staatlich geprüften Techniker" ist eine Aufstiegsfortbildung und setzt grundsätzlich praktische Erfahrung voraus.

Als gehobene Fachkraft mit einer umfangreichen Ausbildung im allgemeinen Hochbau sind Sie vielseitig einsetzbar. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich über die Entwurfs- und Planungsphasen, der Ausschreibung und Vergabe, der Ausführung und Konstruktion bis hin zur Bauleitung oder Betriebsführung in einem Unternehmen. Da Sie bereits Berufserfahrung und -praxis haben, sind Sie als Staatlich geprüfter Techniker in der Bauwirtschaft gefragt.

Die Anforderungen an die Bauausführung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, gleichzeitig werden besondere Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gestellt. Nur wer sich gezielt weiterbildet, kann seine berufliche Zukunft aktiv mitgestalten. Die energetische Sanierung der vorhandenen Gebäude, die Anpassung dieser an den demographischen Wandel zu altersgerechten und barrierefreien Wohnungen und der steigende Bedarf an Neubauten sind Aufgaben, die künftig auf Sie zukommen.

Sichere Arbeitsplätze, interessante Tätigkeiten und verantwortungsvolle Aufgaben: Viele Techniker erreichen durch ihre umfassende Ausbildung und ihren praktischen Erfahrungen Positionen und Einkommen, die durchaus mit denen von Ingenieuren zu vergleichen sind. Der Abschluss zum "Staatlich geprüften Techniker" ist keine Garantie, aber bietet Ihnen eine gute Chance für den beruflichen Aufstieg.

Ausbildung Bautechnik

Die Technikerschule Wildeshausen ist eine Vollzeitschule mit Tagesunterricht und dauert zwei Jahre. Innerhalb dieser Zeit erfolgt der Unterricht in den Fächern, die Sie der Stundentafel unten entnehmen können. Unter dem Menüpunkt "Fächerübersicht" können Sie zu vielen dieser Fächer weitere Informationen erhalten.

Die Fächer der berufsbezogenen Lernbereiche werden überwiegend von Architekten und Ingenieuren unterrichtet. Dies wirkt sich in einer engen Verzahnung der Ausbildung mit der beruflichen Praxis aus.

Nach dem ersten Jahr erfolgt bei erfolgreichem Besuch die Versetzung in die zweite Klasse der Technikerschule.

Projektarbeit

Die intensive Verzahnung der Ausbildung mit der beruflichen Praxis steht auch bei der Projektarbeit im zweiten Schuljahr Vordergrund. Hier sollen die angehenden Techniker ihr erworbenes Wissen anwenden.

Die Projektarbeit umfasst den Entwurf eines Gebäudes einschließlich der grundsätzlichen Konstruktionen und einer baubetrieblichen Betrachtung. In den vergangenen Jahren wurden z.B. eine Feuerwehr oder ein Klimaschutzzentrum entworfen und konstruktiv geplant.

Die Projektarbeit wird im Team (2-3 Studierende) durchgeführt, umfasst einen Zeitraum von 4 Wochen und wird während der Osterferien des zweiten Schuljahres bearbeitet. Eine Präsentation der Projekte findet jeweils nach den schriftlichen Abschlussprüfungen statt.

Abschlussprüfung

Zum Abschluss der Ausbildung legen die angehenden Techniker eine schriftliche Prüfung, bestehend aus vier Klausuren in den Fächern Mathematisch- naturwissenschaftliche Grundlagen, Baubetrieb, Hochbaukonstruktion und Baustatik mit einer Dauer von jeweils 180 Minuten ab.

 

Stundentafel

Unterrichtsfächer Wochen-
stunden
Berufsübergreifender Bereich:
  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch/Kommunikation
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Politik
  • Betriebswirtschaft
  • Mitarbeiterführung/ Berufs- und Arbeitspädagogik

3
3
6
2
2
2


Berufsbezogener Lernbereich - Kernbereich:
  • Informationstechnik/ Technische Kommunikation
  • Baustofftechnologie
  • Baurecht
  • Vermessung mit Übungen
  • Baukonstruktion
  • Baubetrieb
  • Baustatik
  • Stahlbetonbau

2
4
1
2
2
4
4
3
Berufsbezogener Lernbereich - Schwerpunkt:
  • Hochbaukonstruktion
  • Gebäude- und Entwurfslehre
  • Haustechnik
  • CAD
  • Projektarbeit



6
4
2
4
4

Summe (in zwei Jahren): 60

Aufnahmevoraussetzungen

In die zweijährige Fachschule Bautechnik kann aufgenommen werden, wer

  1. den Sekundärabschluss I (Real- bzw. Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss) und
  2. als berufliche Erstausbildung eine erfolgreich abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung
    und
    eine mindestens einjährige entsprechende Berufstätigkeit
    oder
    eine mindestens siebenjährige einschlägige Berufstätigkeit (ohne Ausbildung) hat und
  3. den Berufschulabschluss besitzt

Über die Aufnahme entscheidet ein Aufnahmeausschluss, wobei Eignung und Leistung berücksichtigt werden.

Anmeldetermin für die zweijährige Fachschule ist der 20. Februar eines jeden Jahres. Beizufügen sind die im Anmeldeformular geforderten Unterlagen. Das Anmeldeformular ist im Schulsekretariat oder im Download - Bereich dieser Webseite erhältich.

Wer ist online

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